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	<description>Impulse für eine Gesellschaft in Balance</description>
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		<title>safebook &#8211; Das Private soll wieder privat werden</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 13:58:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Juniorprofessor aus Darmstadt tritt gegen Facebook an. Er baut  „Safebook“ &#8211; ein dezentrales Netzwerk, das Nutzerdaten schützt, statt sie zu  versilbern. Reich wird er nicht. Es geht ihm ums Prinzip.
&#8211;&#62; hier gehts zum Artikel in der FAZ
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			<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Ein Juniorprofessor aus D</strong>armstadt tritt gegen Facebook an. Er baut  „Safebook“ &#8211; ein dezentrales Netzwerk, das Nutzerdaten schützt, statt <strong>sie zu  versilbern. Reich wird er nicht. Es geht ihm ums Prinzip.</strong></h4>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EF0E73085AC8540ECA32CFDCED6F98BCD~ATpl~Ecommon~Scontent.html" class="previewlink" target="_blank">&#8211;&gt; hier gehts zum Artikel in der FAZ</a></p>
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		<title>Kollektive Intelligenz</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 08:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Livestream-Aufzeichnung eines Gesprächs, das Digital Natives am 15. Jan 2009 mit Prof. Peter Kruse führten.
Inhaltliche Themen waren Unternehmenskultur, die Komplexität von Netzwerken, kollektive Intelligenz, Erlaubnis- und Möglichkeitsräume &#8230; und die Zusammenhänge zwischen all diesen Themen.
 &#8211;&#62; hier gehts zur Homepage des Unternehmens &#8220;nextpractice&#8221; von Prof. Peter Kruse und zum Interview (ganz nach unten scrollen!)

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Livestream-Aufzeichnung eines Gesprächs, das Digital Natives am 15. Jan 2009 mit Prof. Peter Kruse führten.</p>
<p>Inhaltliche Themen waren Unternehmenskultur, die Komplexität von Netzwerken, kollektive Intelligenz, Erlaubnis- und Möglichkeitsräume &#8230; und die Zusammenhänge zwischen all diesen Themen.</p>
<p><a id="DNAdigital"> </a><a onclick="javascript:  pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.dnadigital.de/networks/blog/post.ulrikerenate:44');" class="previewlink" href="http://www.nextpractice.de/unternehmen/prof-dr-peter-kruse/zur-person/video-statements/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">&#8211;&gt; hier gehts zur Homepage des Unternehmens &#8220;<strong>next</strong>practice&#8221; von Prof. Peter Kruse und zum Interview (ganz nach unten scrollen!)<br />
</span></a></p>
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		<title>Die Befreiung der Arbeit: Das 7-Tage-Wochenende</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 08:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Weltweit starren Manager fassungslos auf die Firma Semco:  Was dort passiert, widerspricht allem, an was sie glauben. Die 3000  Mitarbeiter wählen ihre Vorgesetzten, bestimmen ihre eigenen  Arbeitszeiten und Gehälter. Es gibt keine Geschäftspläne, keine  Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Alle Gewinne werden per  Abstimmung aufgeteilt, die Gehälter und sämtliche Geschäftsbücher sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weltweit starren Manager fassungslos auf <a href="http://www.semco.com.br/en/" class="previewlink" target="_blank">die Firma Semco</a>:  Was dort passiert, widerspricht allem, an was sie glauben. Die 3000  Mitarbeiter wählen ihre Vorgesetzten, bestimmen ihre eigenen  Arbeitszeiten und Gehälter. Es gibt keine Geschäftspläne, keine  Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Alle Gewinne werden per  Abstimmung aufgeteilt, die Gehälter und sämtliche Geschäftsbücher sind  für alle einsehbar, die Emails dafür strikt privat und wie viel Geld die  Mitarbeiter für Geschäftsreisen oder ihre Computer ausgeben, ist ihnen  selbst überlassen. <a href="http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2010/die-befreiung-der-arbeit-das-7-tage-wochenende.html" class="previewlink" target="_blank">&#8211;&gt; weiterlesen auf www.sein.de</a></p>
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		<title>aus dem Pino</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 14:32:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glück]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich war ich im Pino in der Ludwigstraße in Augsburg frühstücken und saß unter folgendem Gedicht:
.
Tanz für die Erde
Flüsse, auf denen Träume treiben
irgendwo gibt´s einen Stern
der noch geboren wird
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich war ich im Pino in der Ludwigstraße in Augsburg frühstücken und saß unter folgendem Gedicht:</p>
<p>.</p>
<p>Tanz für die Erde</p>
<p>Flüsse, auf denen Träume treiben</p>
<p>irgendwo gibt´s einen Stern</p>
<p>der noch geboren wird</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Alltag und Zufall</title>
		<link>http://www.gib8.net/zwei/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 12:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog (allgemein)]]></category>

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		<description><![CDATA[Der amerikanische Philosoph Ken Wilber sprach davon, dass spirituelle Praxis gar nicht zur Erleuchtung führen kann, sondern dass Erleuchtung auf Zufall beruht (&#8211;&#62; hier gehts zum Artikel in der Zeitschrift WIE). Das heißt, selbst die beste spirituelle Praxis führt nicht zur Erleuchtung, sondern macht bestenfalls &#8220;zufallsanfällig&#8220;.
Vor einiger Zeit hatte ein Freund mich gefragt, was ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der amerikanische Philosoph Ken Wilber sprach davon, dass spirituelle Praxis gar nicht zur Erleuchtung führen kann, sondern dass Erleuchtung auf <em>Zufall</em> beruht (<em><a href="http://www.wie.org/de/j5/wilber.asp" class="previewlink" target="_blank">&#8211;&gt; hier gehts zum Artikel in der Zeitschrift WIE</a></em>). Das heißt, selbst die beste spirituelle Praxis führt nicht zur Erleuchtung, sondern macht bestenfalls &#8220;<em>zufallsanfällig</em>&#8220;.</p>
<p>Vor einiger Zeit hatte ein Freund mich gefragt, was ich denn so zur Zeit an Spiritualität praktizieren würde? Ich antwortete ihm, dass ich zur Zeit &#8220;nur&#8221; versuche, meinen Alltag &#8220;freundlich&#8221; zu gestalten, d.h. freundlich zu den Menschen zu sein, die mir begegnen.</p>
<p>Vielleicht ist es der Alltag, die &#8220;Magie des Alltags&#8221;, auf die es letztendlich ankommt.  Eine Freundin von mir meinte mal, &#8220;wenn der Alltag viele nette kleine <em>Zufälle </em>für sie bereithält, dann weiß sie, dass sie auf ihrem Weg ist&#8221;!</p>
<p>Zitat aus Hermann Hesses Steppenwolf: <em>&#8220;In der Welt zu leben, als sei  es nicht die Welt, das Gesetz zu achten und doch über ihm zu stehen, zu  besitzen, &#8220;als besäße man nicht&#8221;, zu verzichten, als sei es kein  Verzicht – alle diese beliebten und oft formulierten Forderungen einer  hohen Lebensweisheit ist einzig der Humor zu verwirklichen fähig.&#8221;</em></p>
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		<title>Weise Worte zum Zeitgeschehen</title>
		<link>http://www.gib8.net/weise-worte-zum-zeitgeschehen/</link>
		<comments>http://www.gib8.net/weise-worte-zum-zeitgeschehen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 05:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[von Dennis Meadows, Professor Emeritus der University of New Hampshire im Foreign Correspondent&#8217;s Club of Japan
Seine These: Wir stehen vor der Herausforderung, zwei historische Krisen auf einmal zu bewältigen. Erstens wird die Phase des Hochwachstums von einer harten und langen Phase des Abbaus von Produktionsüberkapazitäten abgelöst. Zweitens müssen wir gleichzeitig die Gesellschaften auf eine nachhaltige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;">von <strong>Dennis Meadows, Professor Emeritus der University of New Hampshire</strong> im Foreign Correspondent&#8217;s Club of Japan</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Seine These: Wir stehen vor der Herausforderung, zwei historische Krisen auf einmal zu bewältigen. <span id="more-659"></span>Erstens wird die Phase des Hochwachstums von einer harten und langen Phase des Abbaus von Produktionsüberkapazitäten abgelöst. Zweitens müssen wir gleichzeitig die Gesellschaften auf eine nachhaltige Entwicklung umstellen, wenn wir die Folgen noch einigermaßen kontrollieren wollen.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Hier die Rede und die Pressekonferenz in voller Länge: <a href="http://www.heise.de/tr/Der-boese-Samurai-ist-schon-tot-ohne-es-zu-merken--/artikel/136646/0/0" class="moz-txt-link-freetext" title="blocked::http://www.heise.de/tr/Der-boese-Samurai-ist-schon-tot-ohne-es-zu-merken--/artikel/136646/0/0" class="previewlink" target="_blank">http://www.heise.de/tr/Der-boese-Samurai-ist-schon-tot-ohne-es-zu-merken&#8211;/artikel/136646/0/0</a></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Auszüge:  &#8220;Das ist unsere Lage heute: Es gibt eine Menge starrende Riesen rund um die Welt und sie wissen noch nicht, dass sie tot sind. Die großen Autohersteller, die Verbrennungsmotoren produzieren sind tot. Sie brauchen noch einige Zeit, um umzukippen, aber sie sind vergangen. Die jungen MBA-Studenten, die 100 Millionen US-Dollar verdienen, nach dem sie aus der Schule gekommen sind das ist erledigt und kommt zu unseren Lebzeiten nicht wieder. Aber sie versuchen verzweifelt, das System wieder in Form zu bringen und es wie eine lebendige Alternative aussehen zu lassen. Ich kann immer weiter reden, stabiles Klima, die Vorstellung, dass alle Armen so reich wie wir werden können dies sind tote Konzepte. Wir geben für sie immer noch Lippenkenntnisse ab und gerade Milliarden an US-Dollars aus. Denn unsere derzeitige Führung ist aus den Giganten hervorgegangen und will nicht anerkennen, dass die Konzepte nicht mehr relevant sind.&#8221;  &#8220;Nikolai Kondratjew war ein sowjetischer Ökonom aus den 1920er Jahren. Er hat eine 50 bis 80 Jahre lange Welle aus Boom und Kollaps identifiziert. [...]</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Die grundsätzliche Idee ist die Selbstordnung von Produktivkapital. In unserer Gesellschaft besteht das Produktivkapital aus Stahlwerken, Autos, Computern, Gebäuden und so weiter. Zur Vereinfachung konzentriere ich mich mal auf Stahlwerke. Die Leute werden reicher und wollen mehr Autos. Sie kaufen mehr, die Autohersteller wollen ihre Kapazitäten ausbauen und bestellen mehr Stahl. Die Stahlwerke bauen daher ihre Produktion aus. Dies beschäftigt mehr Menschen, die wiederum mehr Autos kaufen. Und dieser sich selbst verstärkende Kreislauf wächst, bis die Gesellschaft letztlich gesättigt ist. An diesem Punkt haben Sie allerdings gewaltig überinvestiert. Und an diesem Punkt sind wir jetzt.  Wir müssen daher das Produktivkapital auf irgendeine Art und Weise abarbeiten. Das letzte Mal, nach der Großen Depression, haben wir es durch den zweiten Weltkrieg gemacht. Das war ein enorm effizienter Weg, jede Menge Produktivkapital loszuwerden. Ich bin jetzt vielleicht ein wenig sarkastisch, aber in der Sache genau. Wir hoffen, dass wir diesmal einen friedlicheren und schnelleren Weg finden werden.&#8221;  &#8220;Es ist eine interessante Frage, wie lange wir brauchen, bis wir verstehen werden, dass wir in eine andere Richtung gehen müssen, anstatt das Finanzsystem oder die Konsumgüterindustrie wieder zu errichten. Ich befürchte, dass die wohlhabenden Gesellschaft den Großteil ihrer Ressourcen aufgebraucht haben werden, bevor wir das richtige Verständnis gewinnen. Wir können ein paar Billionen Dollar drucken, aber wir können nicht zig Billionen Dollar drucken, ohne enorme Folgen für unsere Volkswirtschaften zu erleiden.&#8221; </span></p>
<p><span style="font-size: small;"> &#8220;Ich glaube nicht, dass das Kontinuum von Demokratie bis Autoritarismus die wichtigste Dimension ist. Die wichtigste Dimension ist Zeithorizont. Wenn es einen kurzsichtigen Diktator gibt, kann der Diktator das Land in kurzer Zeit in den Kollaps führen. Wenn die Demokratie kurzsichtig ist, kann es katastrophal enden. Die Frage ist, welchen Zeitrahmen für die Kosten-Nutzen-Analyse wir anlegen, wenn wir zwischen Handlungsmöglichkeiten wählen. Die meisten unserer Probleme resultieren nicht aus Ignoranz über die langfristigen Folgen, wir verstehen sie gut genug. Sie entstammen der Illusion, dass wir rechtzeitig ein- und aussteigen können, bevor der Schaden eintritt.  Die Beteiligten an der Hypothekenkrise in den USA waren meines Erachtens im großen und ganzen recht gut darüber im Bilde, was passieren würde. Aber sie waren sich sicher, rechtzeitig den Absprung finden zu können. Sie hatten eine kurzfristige Sichtweise, während sie etwas taten, das langfristige Schaden hatte. Politisch müssen wir daher darüber nachdenken, wie wir eine langfristige Perspektive zurück in den Entscheidungsprozess bringen. Bisher waren weder Demokratien noch Diktaturen sehr gut darin.&#8221; </span></p>
<p><span style="font-size: small;">&#8220;Die Meinung, dass der Markt weise Entscheidungen trifft, ist die Grundlage moderner ökonomischer Theorie. Wenn Sie das wegwerfen, müsste eine Reihe von Nobel-Preisträgern ihre Preise zurückgeben. Und sie wollen das nicht tun, und argumentieren daher viel lieber mit Ihnen. Aber ich dachte naiv, dass es offensichtlich wäre, dass physisches Wachstum nicht ewig auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen weiter gehen könnte. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass wir darüber diskutieren müssen. Der Hauptpunkt unseres Buches betraf auch nicht die Grenzen, sondern die Dynamik von Wachstum. Wir haben gezeigt, das exponentielle Expansion bei beschränkten Ressourcen inhärent instabil ist.  Viele Leute argumentieren, dass wenn man die Grenzen erreicht, die Entwicklung abbremsen wird und alles in Ordnung ist. Wir sagen nein. Die jüngste Geschichte mit den Aktien- und Immobilienmärkten zeigt, dass unsere Systeme inhärent instabil sind. Und auch wenn wir es noch nicht bemerken, unsere Systeme der Energienutzung, unsere Behandlung von landwirtschaftlichen Nutzflächen, unsere Nutzung von Grundwasser sind inhärent instabil. Sie werden uns mit dem gleichen Mechanismen aus Überschuss und Zusammenbruch konfrontieren, dessen Zeuge wir derzeit in den Schuldenmärkten werden.&#8221; </span></p>
<p><span style="font-size: small;">&#8220;Nachhaltigkeit hat keine kurzfristige Lösung. <strong>Es gibt kein Programm zur Nachhaltigkeit, dass zwischen heute und der nächsten Wahl gut aussieht. Oder das morgen große Gewinne abwirft. </strong>Solange wir ein System haben, dass sich vorrangig mit Wahlen und kurzfristigen Gewinnen abgibt, werden wir keine nachhaltige Entwicklung haben. Wir werden uns vielleicht nachhaltig entwickeln, aber es wird uns aufgezwungen werden und sich einer Art entfalten, die wir uns nicht ausgesucht haben.&#8221;</span></p>
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		<title>Botschaft eines Ältesten der Hopis zu unserer Zeit</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 05:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir hatten den Menschen gesagt, wir seien in der elften Stunde.  Nun gehe zu ihnen zurück und sag ihnen: „Jetzt ist die Zeit gekommen!“ Und es  gibt Dinge, die jetzt beachtet werden müssen. Wo lebst Du? Was machst Du? Wie  sieht es mit Deinen Beziehungen aus? Bist Du in guter Partnerschaft? Wo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #0000ff;"><span class="265103009-27042009"><span style="color: #3333ff;">Wir hatten den Menschen gesagt, wir seien in der elften Stunde.  Nun gehe zu ihnen zurück und sag ihnen: „Jetzt ist die Zeit gekommen!“ Und es  gibt Dinge, die jetzt beachtet werden müssen. Wo lebst Du? Was machst Du? Wie  sieht es mit Deinen Beziehungen aus? Bist Du in guter Partnerschaft? Wo ist Dein  Wasser? Kennst Du Deinen Garten?</span></span></span><span id="more-653"></span><span style="color: #0000ff;"><span class="265103009-27042009"><span style="color: #3333ff;">Jetzt ist es Zeit, die Wahrheit zu sprechen!  Schafft Euch Eure Gemeinschaft. Seid gut zueinander. Und sucht keinen Führer  irgendwo draußen. Es könnte jetzt eine gute Zeit sein! Da ist ein Fluss, der  jetzt sehr schnell fließt. Er ist so groß und schnell, dass er vielen Angst  macht. Sie werden versuchen, sich am Ufer festzuhalten. Wisse, der Fluss hat  seine Bestimmung. Wir müssen das Ufer jetzt loslassen, uns in die Mitte des  Flusses vorwagen, die Augen offen und den Kopf über Wasser halten. Die Zeit des  einsamen Wolfes ist vorbei. Sammelt Euch! Streicht das Wort Kampf aus Eurer  Einstellung und Eurem Vokabular. Alles, was wir jetzt tun, muss in heiliger  Weise und als Feier unternommen werden. Wir sind die, auf die wir gewartet  haben.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><span class="265103009-27042009"><span style="color: #3333ff;">Quelle: Mai-Rundbrief von Markus Rüegg (<a href="http://www.kreative-beziehungen.ch" class="previewlink" target="_blank">http://www.kreative-beziehungen.ch</a>)<br />
</span></span></span></p>
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		<title>Quantenbewußtsein</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 05:53:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlev</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wandel-begleiten.de/?p=647</guid>
		<description><![CDATA[Gestern bekam ich von Friederike die Empfehlung der Seite http://www.net-news-global.de und fand dort sehr interessante Sachen, als ich für meinen Science Fiction recherchierte. Begeistert mit seinen bildhaften Beispielen hat mich der folgende Artikel von Dr. Deepak Chopra über Quantenbewußtsein.
Direkt zu finden auf: http://www.rolfing-movement.de/Kurzinfo/Artikel/Deepak_Chopra/deepak_chopra.HTM



             [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern bekam ich von Friederike die Empfehlung der Seite <a href="http://www.net-news-global.de" class="previewlink" target="_blank">http://www.net-news-global.de</a> und fand dort sehr interessante Sachen, als ich für meinen Science Fiction recherchierte. Begeistert mit seinen bildhaften Beispielen hat mich der folgende Artikel von Dr. Deepak Chopra über Quantenbewußtsein.<span id="more-647"></span></p>
<p>Direkt zu finden auf: <a href="http://www.rolfing-movement.de/Kurzinfo/Artikel/Deepak_Chopra/deepak_chopra.HTM" class="previewlink" target="_blank">http://www.rolfing-movement.de/Kurzinfo/Artikel/Deepak_Chopra/deepak_chopra.HTM</a></p>
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<ul>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: medium; color: #000066;"> <span style="font-size: large; color: #0000cc;">Quantenbewusstsein</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000066;"> <span style="font-size: small;">Vortrag von Dr. Deepak Chopra<br />
</span></span><span style="font-size: small;"> </span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Ich hoffe, in der nächsten Stunde eine kleine Verschie-<br />
bung Ihrer Sichtweise zu bewirken. Was ich Ihnen ver-<br />
ständlich machen möchte, ist das quantenmechanische Modell; nicht nur das Modell des menschlichen Körpers, sondern des Universums, das unser kosmischer Körper ist.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Unser wissenschaftliches Verständnis macht gegenwär-<br />
tig einen Paradigmenwechsel durch. Die Wahrnehmung dessen, was die wirkliche Natur unserer materiellen Welt ist, erfährt eine Verschiebung. Bisher gründete die Interpretation der materiellen Welt, einschliesslich unseres Körpers, buchstäblich auf einem Aberglauben, nämlich dem Aberglauben des Materialismus, gemäss dem die Sinneswahrnehmung dafür massgebend ist, was wir als Wirklichkeit erfahren. Natürlich sagt mir schon der gesunde Menschenverstand, dass das nicht wahr sein kann; schliesslich erfahre ich durch meine Sinne, dass die Erde flach ist, was ich natürlich nicht mehr glaube. Ich erfahre, dass ich auf fixem Boden stehe, dabei wissen wir, dass dieser sich schwindeler-<br />
regend schnell dreht und mit einer Geschwindigkeit von mehreren tausend Meilen pro Stune durch den Raum rast. Meine Sinneswahrnehmung sagt mir, dass die Sonne im Osten aufgeht, über den Himmel wandert usw., dabei gibt es bekanntlich dafür eine bessere Erklärung.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;"> </span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Vor etwa 20 Jahren führten Wissenschaftler an der Harvard Medical School ein Experiment durch; sie liessen eine Gruppe junger Kätzchen in einem Raum aufwachsen, in dem es nur horizontale Streifen gab, d.h., alle visuellen Reize waren horizontal. Eine andere Gruppe war in einem Raum mit rein vertikalen visuellen Reizen. Als ausgewachsene kluge Katzen konnte die eine Gruppe nur eine horizontale, die andere nur eine vertikale Welt sehen, und das hatte nichts zu tun mit ihrem ´Glaubenssystem`. Als man ihre Gehirne unter-<br />
suchte, fehlten ihnen die interneuronalen Verbindungen für die Wahrnehmung einer vertikalen bzw. horizonta-<br />
len Welt. In anderen Worten, die ursprünglichen Sinneseindrücke dieser Kätzchen hatten ihr neuronales System derart programmiert, dass schliesslich ein Nervensystem entstand, das sogar auf der atomaren Ebene nur noch eine Funktion hatte: die aufgrund der Sinneseindrücke gemachten ursprünglichen Erfahrungen immer wieder zu bestätigen und zu verstärken.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Das obige Phänomen bezeichnen die Psychologen als PCC = P<em>remature Cognitive Commitment</em>, was so viel bedeutet wie: <em>auf frühkindlicher Sinneserfahrung beru-<br />
hende Festlegung. Frühkindlich</em> oder im <em>Frühstadium</em>, da es in einem entwicklungsbedingten biopsychologi-<br />
schen Stadium geschieht; <em>kognitiv</em>, da es die Sinne programmiert, und <em>Festlegung</em>, da es uns in einer be-<br />
stimmten Realität fixiert. Wir werden eingesperrt in dieser Realität, wir werden dazu konditioniert, in dieser Realität zu leben.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Von diesen Experimenten gibt es viele Variationen, d.h. diese PCC gibt es in allen Gattungen. Wir können ein einfaches Experiment machen mit Fliegen, die man in einen Topf sperrt, von dem man nach einiger Zeit den Deckel entfernt. Die meisten Fliegen – ausgenommen einige Pioniere – werden den Topf nicht verlassen kön-<br />
nen, auch wenn er nun offen ist; denn infolge ihrer ursprünglichen Sinneserfahrung erwarben sie ein PCC, demzufolge ihr Universum oben begrenzt ist.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Elefanten werden in Indien trainiert, indem man junge Tiere mit schweren Eisenketten an mächtige Bäume kettet. Nach und nach reduziert man die Stärke der Eisenketten; schliesslich lassen sich die Elefanten, nun ausgewachsene grosse Tiere, mit einem dünnen Seil an Äste anbinden, die nicht dicker als ein Weihnachts-<br />
baum sind. Der Elefant ist nicht in der Lage zu ent-<br />
kommen, denn er hat eine Programmierung in seinem Geist-Körper, die ihn glauben macht, er sei in einem Gefängnis, respektive die Ketten seien unzerreissbar.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Gehen Sie zu einem Aquarium und reden Sie mit den Leuten, die mit Fischen experimentieren, dann erfahren Sie, dass die Fische manchmal voneinander getrennt werden, indem man Trennwände aus Glas in die gros-<br />
sen Tanks einfügt. Nach einiger Zeit kann man die Trennwände entfernen; die Fische schwimmen so weit, wie es die Trennwände erlaubten, aber nicht weiter, denn in ihrem Geist-Körper befolgen sie ein PCC: <em>bis hierher und nicht weiter.</em></span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">In dieser Weise könnte ich fortfahren und Ihnen viele weitere Beispiele nennen, die zeigen, dass unsere Sinneserfahrung in der Tat strukturiert wird, und zwar so, dass sie sogar die Anatomie und Physiologie unse-<br />
res Nervensystems formt. Demzufolge dient unser Nervensystem letztlich nur einem Zweck: <em>der Wieder-<br />
holung und Festigung dessen, was nun zu einem Glaubenssystem geworden ist.</em></span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Die Redewendung: <em>Ich glaube nur, was ich sehe</em>, ist daher überhaupt keine physiologische Tatsache. Genau das Gegenteil ist wahr: <em>Wir sehen (erfahren) nur, was wir aufgrund unserer Konditionierung glauben.</em> Somit stellt sich die folgende Frage: Was ist die Welt wirk-<br />
lich, wie sieht sie in Wirklichkeit aus, was ist ihre wah-<br />
re Beschaffenheit? Die Antwort lautet: Es kommt ganz darauf an, <em>wer</em> sie anschaut oder erfährt, und mit <em>wel-<br />
chem Sinnesapparat</em> wir sie betrachten. Die Augen-<br />
zellen einer Honigbiene etwa können Licht in der für Sie und mich normalen Wellenlänge nicht wahrnehmen, dafür jedoch ultraviolettes Licht. Wenn nun eine Honig-<br />
biene von weitem ein Blume ´sieht`, dann nimmt sie nur den Honig wahr, nicht aber die Blume. Eine Schlange würde von derselben Blume nur die infrarote Strahlung wahrnehmen; eine Fledermaus das Ultra-<br />
schall-Echo. Die Augäpfel eines Chamäleons sind an zwei Achsen beweglich aufgehängt. Wir können nicht im entferntesten erahnen, wie dieser Raum hier für ein Chamäleon aussehen würde! Nun also, was ist die Welt in Wirklichkeit, wie sieht sie aus, wie ist ihre wahre Beschaffenheit?</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Der Neurophysiologe und Nobelpreisträger Sir John Eckles machte folgende Aussage: In Wirklichkeit gibt es keine Farben, keine Stoffe, keine Gerüche, weder Schönheit noch Hässlichkeit. Da draussen gibt es nur <em>pure Energiesuppe</em>. Es ist eine im Grund genommen formlose, undefinierbare, fliessende <em>Quantensuppe</em>, aus der wir im Akt der Wahrnehmung in unserem Bewusstsein die stoffliche Welt <em>konstruieren</em>. Diese stoffliche Welt da draussen ist ein Feld <em>unendlicher Möglichkeiten</em>, das wir im Prozess der Wahrnehmung zu unsrer vertrauten stofflichen Realität machen, sozusa-<br />
gen kristallisieren.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Wir sind wie der sagenhafte König Midas, der die wahre Beschaffenheit der Dinge nicht erfahren konnte, da alles, was er berührte, zu Gold wurde. So erfuhr er nie, wie sich eine Rose, eine Liebkosung oder ein Kuss anfühlt.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">In Wahrheit gibt es also nur diese formlose, fliessende Quantensuppe, die wir im Akt des Wahrnehmens zu unserer gewohnten Realität erstarren lassen.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">In unserem gewöhnlichen Bewusstseinszustand können wir die wahre Beschaffenheit der Wirklichkeit nie erfah-<br />
ren, denn wir versuchen, das Ganze anhand einzelner, bruchstückhafter Sinneswahrnehmungen zu verstehen. Da wir ausser diesen bruchstückhaften Sinneserfahrun-<br />
gen nichts haben, werden wir das Ganze nie verstehen. Wir einigen uns mehr oder weniger über unsere subjek-<br />
tiven Erfahrungen und nennen das dann <em>objektive Wissenschaft</em>. Es ist zwar nichts objektives daran, aber wir denken es uns so! Wir nehmen an, dass der menschliche Körper aus Molekülen besteht, aus Mate-<br />
rieteilchen, die aus irgendeinem unerfindlichen Grund herumschwirren, und dass diese dann ein Folge-<br />
Phänomen erzeugen, dass wir Bewusstsein nennen. Das heisst, unsere Gedanken, Gefühle, Wünsche, Emotionen, Leidenschafen, Liebe, Hass, Gott, Himmel, Hölle, Sünde, Verdammnis, Erlösung, Erleuchtung beruhen auf umherschwirrenden Molekülen. Alles ist ein Tanz der Moleküle!</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Aufgrund eben dieses materialistischen Aberglaubens und dieser materialistischen Sichtweise, die das Modell des menschlichen Körpers nur wie eine erstarrte Skulp-<br />
tur darstellt, entstand ein völlig materialistischer therapeutischer Ansatz. Das Resultat sind die Pharma-<br />
zeutika und chirurgischen Verfahren, welche wir <em>Zauberkügelchen</em> nennen können. So hört man Aus-<br />
drücke wie <em>oh, wie tut das gut</em>, etwa wenn man un-<br />
glaublich viel gegessen hat und dann ein paar Alkasel-<br />
tzer nimmt. Nachts, wenn man nicht schlafen kann, nimmt man Schlaftabletten, oder wenn Angstgefühle hochsteigen, nimmt man Beruhigungspillen, das ver-<br />
schafft einem Ruhe. Hat man eine Infektion, dann nimmt man ein Antibiotikum, so wird man die Infektion los; und wenn man Krebs hat, dann gibt es Chemothe-<br />
rapie, Chirurgie und Bestrahlung. Bei Schmerzen in der Brust schluckt man Nitroglycerin, oder noch besser, man lässt eine Bypass-Operation machen.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Dies alles sind die Zauberkügelchen unseres gegenwär-<br />
tigen medizinischen Systems, das auf dem Aberglau-<br />
ben des Materialismus beruht. Aber sie funktionieren nicht, es sind hauptsächlich Symptombehandlungen. Entweder verschleiern sie die Krankheitssymptome oder sie wirken auf den Krankheitsmechanismus irgendwie ein, während der zugrundeliegende Prozess weitergeht. Der Krankheitsmechanismus ist nicht dasselbe wie der <em>Ursprung</em> einer Krankheit. Dieser hat zu tun mit den elementaren Lebensprozessen wie Essen, Atmen, Verdauen, Stoffwechsel usw., hauptsächlich jedoch mit den Vorgängen im Bewusstsein, das sich durch eben diese Lebensprozesse ausdrückt. Wir können auf den Krankheitsmechanismus korrigierend einwirken, aber dann findet die Krankheit eben eine andere Art sich auszudrücken. Wir können die Vermehrung von Bakte-<br />
rien hemmen, letzten Endes züchten wir dadurch Anti-<br />
biotika-resistente Organismen und riskieren, solche bei einem Spitalaufenthalt aufzulesen. Vor einigen Jahren kam bei einer Studie der California Medical Association heraus, dass in den Vereinigten Staaten jährlich über 100.000 Personen wegen Antibiotika-resistenten Organismen sterben, mit denen sie bei einem Spital-<br />
aufenthalt infiziert wurden. Zu jener Zeit war das mehr als das Zehnfache der durch das HIV- oder AIDS-Virus verursachten Todesopfer.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;"> </span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Was ist heute die häufigste Ursache für Drogenabhän-<br />
gigkeit? Es ist nicht der Stoff, den die Drogenbosse in Kolumbien produzieren, sondern das, was die Ärzte ganz legal verordnen. Gemäss einer Schätzung leiden 36% der Patienten in unseren Spitälern an einer soge-<br />
nannten akrogenischen Krankheit, d.h. einer als direkte Folge einer biotechnischen medizinischen Intervention erworbenen Krankheit. Der Besuch beim Arzt als Krank-<br />
heitsursache?</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">In den USA und in Grossbritannien nehmen 80% aller Leute täglich ein ärztlich verschriebenes Medikament ein. Und trotz der Tatsache, dass in den vergangenen drei Jahrzehnten mehr Personen in der Krebsforschung tätig waren als es Krebskranke gab, nimmt die Anzahl der Krebsfälle weiter zu. Es muss also etwas falsch sein am Modell. Nicht dass biotechnisches medizini-<br />
sches Eingreifen überhaupt nutzlos wäre, nein, es ist überaus nützlich in akuten Fällen. Aber was die Häufig-<br />
keit des Auftretens von Krankheiten oder die Sterblich-<br />
keitsrate bei Krankheiten in bezug auf eine gegebene Bevölkerung betrifft, erreichen wir mit der heute prakti-<br />
zierten Medizin nichts, wir verändern nur die Art, wie Krankheit in Erscheinung tritt. So haben wir keine Kinderlähmungs-, Pocken-, Masern- oder Diphterie-<br />
Epidemien mehr, dafür sind degenerative oder geistige Störungen, Alzheimer, Krankheiten der Herzkranz-<br />
gefässe, Krebs und verschiedene andere heimtückische Krankheiten an ihre Stelle getreten.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Ärztliches Eingreifen hat das Erscheinungsbild der Krankheiten verändert, aber nichts bewirkt in bezug auf die generelle Morbidität und Mortalität.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Wenn Sie nun den menschlichen Körper so anschauen, wie er in Wirklichkeit ist, dann sehen Sie sofort, wie es schon der griechische Philosoph Heraklit ausdrückte, dass dieser Körper nicht eine in Raum und Zeit fixierte, erstarrte Skulptur ist; er ist eher einem Fluss vergleich-<br />
bar, einem aus Energie und Information bestehenden Fluss. Ein Fluss hat etwas Geheimnisvolles: Wenn Sie ihn betrachten, dann sieht er zu verschiedenen Zeiten immer gleich aus, obwohl er in der Tat jedes Mal neu ist. Heraklit sagte, <em>Du kannst nicht zweimal in den selben Fluss steigen.</em></span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Ein Fluss ist ein klassisches Beispiel für das, was die indischen Rishis als <em>Maya</em>, Illusion, bezeichnen. Er ver-<br />
schafft Ihnen die Illusion von etwas, was in Wirklich-<br />
keit ganz anders ist. Er verschafft Ihnen die Erfahrung von Nicht-Veränderung, während er sich jedoch laufend verändert. Wie bei einem Fluss, so können Sie auch nicht zweimal in dieselben Gebeine, Gedärme und Hauthüllen steigen, denn in jeder Sekunde Ihrer Exi-<br />
stenz wird Ihr Körper erneuert. Sie wechseln ihn leich-<br />
ter und spontaner, als Sie Ihre Kleider wechseln. Sie benutzen zum Sitzen auf Ihren Stühlen nicht dieselben Körper, mit denen Sie vor kurzem hereinspaziert sind. Sie können eine ganze Anzahl von Vorgängen heran-<br />
ziehen und feststellen, dass das buchstäblich so ist, zum Beispiel Essen, Atmen, Verdauen, Stoffwechsel, Ausscheidung und auch Bewusstsein. Mit einem einzi-<br />
gen Atemzug nehmen wir 10 hoch 22 Atome unseres Universums auf, das ist eine Zahl mit 22 Nullen. Diese beträchtliche Menge Rohmaterial aus dem Universum verteilt sich bis in die hintersten Ecken und Winkel unseres Körpers, bis in die Gehirnzellen, Herzzellen, Nierenzellen usw. Beim Ausatmen stossen wir 10 hoch 22 Atome aus, welche aus jedem Teil unseres Körpers kommen. Das heisst, dass wir buchstäblich Teile unse-<br />
res Herzens und unseres Gehirns und unseres Nieren-<br />
gewebes usw. ausatmen, und so gesehen teilen wir miteinander andauernd und in intimer Weise unsere Organe – buchstäblich! Das ist nicht bildlich gespro-<br />
chen, wir teilen miteinander im wahrsten Sinne des Wortes andauernd und in intimer Weise unsere Organe.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Der amerikanische Dichter Walt Whitman sagte: <em>Jedes zu dir gehörende Atom gehört auch zu mir.</em> Das ist ganz wörtlich gemeint.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Untersuchungen des menschlichen Körpers mittels radioaktiver Isotopen und gestützt auf mathematische Berechnungen haben zweifelsfrei ergeben, dass jetzt, gerade jetzt, in Ihrem physischen Körper eine Million Atome zu finden sind, die einst im Körper von Christus waren oder in dem von Buddha, Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Saddam Hussein! Nehmen Sie irgendeinen, der je auf diesem Planeten gelebt hat; in Ihrem physischen Körper kommt Rohmaterial vor, das in jenem physischen Körper war. Betrachten wir nur die drei letzten Wochen: 10 hoch 15 (eine Quadrillion) Atome gingen in dieser Zeit durch Ihren Körper, Atome, die früher einmal durch den Körper jeder lebenden Gattung auf diesem Planeten gingen; und innert weni-<br />
ger als einem Jahre ersetzen Sie 98% aller Atome Ihres Körpers. Das bedeutet: Sie machen alle sechs Wochen eine neue Leber, alle drei Monate ein neues Skelett, obwohl es so hart und solid erscheint, monatlich eine neue Haut, alle fünf Tage neue Magenwände. Sogar die Gehirnzellen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauer-<br />
stoff gab es vor einem Jahr noch nicht, und die eben-<br />
falls auf den Rohstoffen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff basierende DNA, welche die Erinnerungen von Jahrmillionen menschlicher Evolution speichert, entsteht und vergeht alle sechs Wochen, wie eine kurzlebige Knospe und Blüte. Und wenn Sie es genau nehmen wie ein Buchhalter, wenn Sie jedes Atom und jedes Stückchen Gewebe und jedes Tröpfchen mit-<br />
zählen, dann kommen Sie darauf, dass in weniger als zweieinhalb Jahren Ihr ganzer Körper, jeder Teil davon, bis zum letzten Atom ersetzt wird. Wenn Sie denken ´ich bin mein Körper`, dann geraten Sie in Verlegen-<br />
heit: Welchen Körper meinen Sie eigentlich? Das dies-<br />
jährige Modell ist nicht dasselbe wie das letztjährige und auch nicht wie das vom letzten Monat. So stehe ich nun vor Ihnen mit meinem 1991er Modell. Jeder Teil dieses Körpers, den ich benütze, um hier zu sein und mich auszudrücken, ist neu verglichen mit letztem Jahr und doch: Etwas davon hat sich anscheinend nicht verändert, nämlich meine Hoffnungen, Erwartungen, Träume, Ideen, Konzepte, Meinungen, meine Philoso-<br />
phie und Ideologie, meine Überzeugungen. Diese hän-<br />
gen hier etwas länger herum als mein physischer Kör-<br />
per, meine Gedanken haben offenbar eine etwas grös-<br />
sere Lebenserwartung als meine Moleküle. Aber auch sie ändern sich natürlich, meine Gedanken wie auch meine Gefühle, sie kommen und gehen von Augenblick zu Augenblick; sie scheinen jedoch die physische Form meines Körpers zu überleben. Vielleicht kann man sagen, das meine Gedanken und Gefühle sich fortwäh-<br />
rend reinkarnieren als mein physischer Körper, im Hier und Jetzt, gerade jetzt. Meine Hautzellen erneuern sich jeden Monat, aber sie vergessen den Unterschied zwi-<br />
schen heiss und kalt nicht; ich habe neue Magenzellen alle fünf Tage, und sie sind in der Lage, Hydrochlorid-<br />
säure zu produzieren; mein Geschmacksknospen wer-<br />
den alle fünf Wochen ausgetauscht, ohne dass sie den Geschmack von Erdbeereis vergessen. Und auch meine DNA, alle sechs Wochen neu, behält die Erinnerung an die ganze evolutionäre Entwicklung der Menschheit. Also ist mein Körper nur der Ort, den meine Erinne-<br />
rungen jetzt gerade  als ´mein Zuhause` bezeichnen. Vielleicht ist DNS überhaupt nicht ein Ding, sondern Leben schlechthin, ein abstraktes Bewusstseinsfeld, das als Materie in Erscheinung tritt, das sozusagen die Materie als Maske trägt. Vielleicht ist der Körper nicht eine physische Maschine, die Denken gelernt hat, vielleicht ist es gerade umgekehrt: <em>Wir sind Intelligenz-<br />
Impulse, Gedanken, die gelernt haben, einen physi-<br />
schen Körper zu bilden. Dasselbe würde für das ganze Universum gelten.</em></span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Ist das plausibel? Wenn Sie einer Physikerin die Frage stellen würden, ´Woraus besteht eigentlich das mate-<br />
rielle Universum oder ein Körper?`, was würde sie sagen? Ihre Antwort wäre: <em>Ein Körper besteht aus Atomen und die Atome setzen sich aus Teilchen zu-<br />
sammen; diese sind jedoch nicht feste Objekte, sie sind nur Fluktuationen aus Energie und Information in einer grossen Leere von Energie und Information</em>.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Wenn Sie den Körper mit den Augen eines Physikers anschauen, dann sehen Sie nichts anderes als eine riesige Leere, in der es ein paar verstreute Fleckchen und Pünktchen gibt und dazu einige zufällige elektri-<br />
sche Entladungen. Denn so ist eben der menschliche Körper: 99,999999 Prozent davon wie auch das übrige Universum bestehen vor allem aus leerem Raum. Und das 0,000001 Prozent, das uns als Materie erscheint, besteht ebenfalls aus leerem Raum! Also ist ALLES leerer Raum. Die Frage ist nur, was ist die wahre Natur dieses leeren Raumes? Ist es ein <em>Leersein von Nichts</em> oder könnte es etwa eine Fülle nicht-materieller Intelli-<br />
genz sein? Unser innerer Raum, der mit erstaunlicher Kreativität alles mögliche hervorbringt: Richtig und Falsch, Gut und Böse, Wonne und Schmerz, alles was wir als gegeben hinnehmen und was das Leben lebens-<br />
wert macht, was ist dieser innere Raum eigentlich? Vielleicht ist er nicht ein Leersein von Nichts, sondern in der Tat der Schoss der Schöpfung selbst. Er ist mög-<br />
licherweise teil eines Kontinuums, und zwar derart, dass es keinen Unterschied mehr gibt zwischen diesem inneren Raum und dem äusseren Raum.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Die Rishis in Indien untersuchten den menschlichen Körper und nannten ihn <em>Chit-akash</em>. <em>Akash</em> heisst Raum, <em>chit</em> heisst Bewusstsein, Gewahrsein; also voller nicht-<br />
materieller Intelligenz. Die Rishis waren der Meinung, das Bewusstsein sei das Primäre und die Materie sekundär. Das Bewusstsein erzeugt, steuert, konstru-<br />
iert und wird Materie, einschliesslich der Materie, aus der unsere Körper bestehen.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">In den vergangenen 25 Jahren haben die Wissenschaft-<br />
ler erstaunliche Entdeckungen gemacht und bewiesen, dass genau dies der Fall sein muss, denn es zeigte sich folgendes: Wenn wir Gedanken und Gefühle ha-<br />
ben, dann erzeugen wir gewisse chemische Stoffe in unserem Gehirn. Mangels eines besseren Ausdrucks nannte man sie <em>Neuropeptide</em>. Wenn wir Gedanken, Gefühle oder Emotionen haben, produziert unser Hirn gewisse chemische Substanzen, Neuropeptide genannt. Neuro, weil sie im Hirn gefunden wurden; Peptide, weil es sich dabei um proteinähnliche Moleküle handelt. Das bedeutet, dass ein Hirnteil mit dem anderen nicht in irgend einer menschlichen Sprache kommuniziert, wohl aber in der sehr präzisen Sprache der Neuropeptide, bei denen es sich um sehr präzise chemische Substanzen handelt. Sie können sich diese Substanzen auch als Schlüssel vorstellen, die nur in gewisse Schlüssellocher passen. In den Zellwänden anderer Neuronen befinden sich kleine Rezeptoren, die diesen Schlüssellöchern entsprechen. Das ist die Art und Weise, wie Neuronen miteinander kommunizieren. Man hat festgestellt, dass solche Rezeptoren nicht nur im Gehirn, sondern überall im Körper vorkommen, zum Beispiel in den Immun-<br />
zellen. Immunzellen beschützen uns vor Infektionen, Krebs und degenerativen Erkrankungen. Das bedeutet mit anderen Worten, dass die Immunzellen unseren inneren Dialog ständig registrieren. Wir können keinen Gedanken, kein Gefühl, keine Emotion haben, ohne dass die Immunzelle mit Hilfe der spezifischen Rezep-<br />
toren davon weiss. Diese Erkenntnis erhärtet die be-<br />
reits ältere Annahme, dass die Immunzellen eines Menschen, der über eine sehr lange Zeit einen unver-<br />
hältnismässig schweren Kummer zu tragen hat, auch ´kummervoll` sind und dadurch anfälliger für Krebs, degenerative Erkrankungen usw. Diese Immunzellen führen den gleichen inneren Dialog wie die Hirnzellen, nämlich: ´Lasst mich in Ruhe; ich will nicht gestört werden` und unternehmen nichts gegen Infektionen oder Krebs. In den Immunzellen gibt es nicht nur die Rezeptoren für die Neuropeptide; sie sind auch in der Lage, die gleichen chemischen Substanzen zu produzie-<br />
ren wie das denkende Hirn. Diese aufsehenerregende Erkenntnis bedeutet, dass die Immunzellen denken können; ihre Gedanken sind zwar nicht linguistisch strukturiert und können sich deshalb nicht in einer klaren Sprache ausdrücken, trotzdem werden die selben chemischen Codes produziert, wie sie das Hirn her-<br />
stellt, wenn es denkt. Die Immunzelle ist also ein kleines bewusstes Wesen. Fragt man einen guten Neurobiologen nach dem Unterschied zwischen einer Immun- und einer Hirnzelle, so wird er ihn nicht nennen können, weil eine Immunzelle wie ein wandern-<br />
des Neuron aussieht und das Immunsystem wie ein wanderndes Nervensystem. Und in den letzten 10, 15 Jahren hat man herausgefunden, dass dies nicht nur für die Immunzellen zutrifft, sondern auch für andere Zellen. Die Magenzellen produzieren die gleichen chemischen Substanzen wie das denkende Hirn, die Darmzellen, die Dickdarmzellen &#8230; Wenn wir also sagen: ´Mein Bauch sagt mir dieses oder jenes`, so ist das durchaus wörtlich zu nehmen, weil ja der Bauch die selben chemischen Substanzen erzeugt wie das den-<br />
kende Hirn. Der Bauch kennt noch keine Selbstzweifel: deshalb sind diese ´Bauchgefühle` vermutlich sogar reiner. Jetzt wissen wir also, dass wir einen denkenden Körper haben. Wo man auch hinschaut, findet man das gleiche Phänomen: Herzzellen, Nierenzellen, Haut-<br />
zellen produzieren die selbe chemische Substanz wie das Hirn. Wenn Sie sagen, ´Mein Herz ist schwer vor Kummer`, dann ist Ihr Herz buchstäblich mit traurigen chemischen Substanzen beladen; wenn Sie sagen, ´Ich könnte vor Freude platzen`, dann ist Ihre Haut voll mit sehr glücklichen antidepressiven Molekülen, genannt Imipramin. Der Gehalt an Interlucent und Interferon, beides Antikrebsmittel, steigt bei Freude und Heiter-<br />
keit – und nicht nur in der Haut und im Kreislauf. Auf der anderen Seite steigt bei Angst, Furcht und Zorn der Gehalt an chemischen Substanzen wie Cortison, Adre-<br />
nalin oder Noradrenalin, die das Immunsystem zer-<br />
stören. Unser Körper ist also buchstäblich eine An-<br />
sammlung von Ideen; er ist der physische Ausdruck eines Feldes, das mit sich selbst interagiert. Das Selbst macht Interpretationen für die Zellen, indem es diese chemischen Substanzen generiert, die überall und gleichzeitig im Körper auftreten. Sie breiten sich nicht etwa aufeinanderfolgend aus, sondern simultan im ganzen Körper. Wenn ich zum Beispiel den Wunsch habe, Wasser zu trinken, dann wird, sobald ich auf diesen Gedanken komme, von den Hirnzellen die Sub-<br />
stanz AT2 produziert, die mein Verhalten so beein-<br />
flusst, dass ich nach Wasser Ausschau halte. Gleich-<br />
zeitig produziert ein anderer Gehirnteil, der Hypotha-<br />
lamus, AT2 und löst damit die Ausschüttung des Hor-<br />
mons ADH aus, das bewirkt, dass der Körper Wasser zurückhält. Gleichzeitig produzieren meine Nierenzellen AT2 und halten Wasser zurück. Meine Herzzellen, meine Hautzellen produzieren es; mit anderen Worten, sobald ich die Idee habe, ´ich brauche Wasser`, so breitet sich diese Idee überall und gleichzeitig in meinem ganzen Körper aus, sie ist allgegenwärtig, allmächtig, allwissend. Während eines einzigen Augen-<br />
aufschlags laufen sechs Trillionen Reaktionen ab, die alle aufeinander abgestimmt sind. Dieses Feld ist nicht lokalisierbar, da das, was wir <em>Geist</em> nennen, allgegen-<br />
wärtig und in allen Zellen gleichzeitig vorhanden ist. Wenn Sie z.B. Ruhe erfahren, dann darum, weil Ihr Körper Valium produziert. Dieses Valium, ein präziser Immuno-Modulator, der in allen Körperzellen gleich-<br />
zeitig produziert wird, macht Sie im Unterschied zu dem von Hoffmann-LaRoche verkauften Produkt nicht zu einem Zombie. Dieses Feld ist im Körper buchstäb-<br />
lich allgegenwärtig. Sie werden sich nun fragen, ob es denn auf den Körper beschränkt ist. Die Antwort lautet:  Nein, es ist nicht auf den Körper beschränkt, es dehnt sich darüber hinaus, es kann nirgendwo isoliert werden, nicht im Hirn und auch nicht im Körper. Es dehnt sich unendlich ausserhalb des Körpers aus; jenseits der Grenzen von Zeit und Raum.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Nach jahrelangem Forschen haben Wissenschaftler im Menschen eine Gruppe von Hormonen nachgewiesen, die sogenannten Pheromone (Duft-, Informations- und Lockstoffe). Vielleicht haben Sie schon von diesen Stoffen gehört; sie sind die genaue chemische Ent-<br />
sprechung unserer Emotionen, nur dass sie nicht auf den Körper beschränkt sind, sondern sich darüber hin-<br />
aus ausdehnen. Es wurde bereits vor dieser Entdeckung mit Pheromonen experimentiert, vor allem an Tieren und Pflanzen. Dabei wurde zum Beispiel folgendes be-<br />
obachtet: Geht man in einen Wald und infiziert einen Baum mit Zigeunermotten, wird der Baum sofort Infor-<br />
mationsstoffe in die Atmosphäre freisetzen, und in ein paar Sekunden wird der ganze Wald wissen, dass da eine Zigeunermotten-Infektion droht und seine Alarm-<br />
bereitschaft erhöhen. Auf diese Weise teilt ein Baum seine Wahrnehmung oder sein Wissen anderen Bäumen mit. Schauen Sie sich das geordnete Benehmen von Ameisen oder Bienenvölkern an, sie steuern es mit den Pheromon-Botenmolekülen. Termiten bauen im Dunkeln perfekte Termitenhügel, oft mit architektonisch perfek-<br />
ten Bogen. Auch sie kommunizieren mittels Pheromo-<br />
nen. In dieses Gebiet fällt auch das besonders grausa-<br />
me Experiment, das Stanford-Wissenschaftler mit Mäu-<br />
sen durchführten. Sie verabreichten ihnen Elektro-<br />
schocks und entfernten sie nach einer Weile aus dem Labor. Dann brachten sie neue Mäuse hinein, die sofort in Panik gerieten und Cortison und Adrenalin produzier-<br />
ten. Sie hatten nämlich die Angst-Pheromone eingeat-<br />
met, welche die Mäuse während der Elektroschocks abgesondert hatten.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Alle Tierarten, einschliesslich der Menschen, scheiden Duftstoffe aus. Diese Pheromone sind tatsächlich das genaue Ebenbild unserer Emotionen, Gefühle und Ge-<br />
danken. Als ich in diesen Raum kam und die gespannte Atmosphäre spürte, war Ihre Botschaft an mich nicht metaphorisch, sondern ausgesprochen direkt, denn im Raum waren Unruhe- und Angstpheromone. Wenn Sie sagen: ´Ich ging in dieses Heiligtum und spürte Friede, Liebe und Mitgefühl`, dann ist das wortwörtlich zu ver-<br />
stehen. Wenn Sie sage, ´Ich weiss nicht so recht, aber wenn ich diesen Kerl sehe, überläuft es mich kalt`, dann ist das eine wörtliche Aussage. Der Philosoph Emerson machten den Ausspruch: <em>Wer Du bist, dröhnt so laut in meinen Ohren, dass ich nicht verstehe, was Du sagst.</em> Jetzt kennen wir die physiologische Ursache dafür. Worauf ich hinaus will, ist, dass dank der For-<br />
schungsarbeit im Bereich Körper-Geist gezeigt werden konnte, dass der Geist nicht-lokal ist. Er ist nicht auf das Hirn begrenzt und nicht auf den Körper; er dehnt sich aus, er ist ein nicht-lokales, überall und jederzeit existierendes Informationsfeld im Raum-Zeit-<br />
Kontinuum. Dieses Feld kann an unterschiedlichen Stellen unterschiedlich erkenntnisfähig sein; an be-<br />
stimmten Stellen kann das Bewusstsein sehr umfas-<br />
send sein: totale Selbst-Erkenntnis. An anderen Stellen sind dem Bewusstsein Grenzen gesetzt, aber trotzdem ist dieses ganze Universum ein Bewusstseins- und Erkenntnisfeld. Auch das hat Bewusstheit: Wenn man ein Elektron aus seiner Schale springen lässt, wird es vermutlich in diese Schale zurückspringen. Das bedeu-<br />
tet, dass eine limitierte Erkenntnisfähigkeit vorhanden ist, nämlich die Eins-zu-Eins Stimulusreaktion. Je wei-<br />
ter Sie in der Evolutionshierarchie von Leben zu Leben emporklettern, desto vielfältiger werden die Reaktionen auf den gleichen Stimulus; hinauf zur Tierwelt, weiter zum menschlichen Nervensystem und endlich zum selbsterkennenden menschlichen Nervensystem, durch das sich das Universum seiner selbst bewusst wird. Man könnte auch sagen, dass das Universum durch das erleuchtete menschliche Nervensystem seiner selbst bewusst wird. Aber das gesamte Universum ist dieses Feld geistiger Wachheit, das an unterschiedlichen Stellen unterschiedlich intensiv erkenntnisfähig ist. Bewusstsein kreiert auf diese Weise nicht nur unseren menschlichen Körper, sonder auch den kosmischen Kör-<br />
per, den wir ´Umwelt` nennen. Nur durch das Artefakt unserer sensorischen Wahrnehmung erleben wir uns getrennt vom kosmischen Körper. Ich habe also einen <em>persönlichen</em> Körper und einen <em>kosmischen</em> Körper, die beide von entscheidender Bedeutung für mein Über-<br />
leben sind.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Das ist also das neue, wissenschaftlich fundierte Para-<br />
digma. Es ist auch die Grundlage von Ayurveda, der heutzutage wieder hochaktuell ist. Er sagt folgendes aus: <em>Wie das Atom, so ist auch das Universum; wie der Mikrokosmos, so ist auch der Makrokosmos; wie der menschliche Körper, so ist auch der Kosmische Körper, wie der menschliche Geist, so ist auch der Kosmische Geist.</em></span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Wenn sich die Wissenschaftler manchmal vor diesem dummen <em>Kosmischen Geist</em> fürchten, dann beruhigen wir sie, indem wir sagen, dass wir gar keinen Kosmi-<br />
schen Geist brauchen, sondern dass es sich um ein <em>Nicht-lokales Informationsfeld mit auf sich selbst Bezug nehmenden kybernetischen Feedbackschlaufen</em> handelt. Diese Antwort befriedigt die meisten Wissen-<br />
schaftler.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;"> </span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Schauen wir also, wie wichtig das Gesagte für uns Lebewesen ist. Bedeutet es den Unterschied zwischen Gesundheit und Krankheit, zwischen Überleben und Tod? Lassen Sie mich über ein paar Experimente be-<br />
richten, von denen ich denke, dass sie Sie faszinieren werden: Vor ein paar Jahren führte ein Wissenschaftler namens Herbert Specter am National Institute of Health ein Experiment durch, bei dem er einigen Mäu-<br />
sen die chemische Substanz Poly-A-c injizierte, die das Immunsystem stärkt; gleichzeitig liess er sie Kampfer riechen. Nach einigen Malen stimulierten die Mäuse ihr Immunsystem automatisch, wenn sie Kampfer rochen. Er nahm eine zweite Gruppe von Mäusen, injizierte ihnen die chemische Substanz Cyclophosphamid, die das Immunsystem zerstört, und liess sie gleichzeitig Kampfer riechen. Nach einigen Malen zerstörten die Mäuse ihr Immunsystem automatisch, wenn sie Kam-<br />
pfer rochen. Wir haben also zwei Gruppen Mäuse: Die eine riecht Kampfer und stimuliert das Immunsystem, die andere riecht Kampfer und zerstört das Immun-<br />
system. Wenn man der einen Gruppe ein karzinogen verabreicht, erkrankt sie innerhalb ein paar Wochen an Krebs und stirbt daran; wenn man sie mit Pneumokok-<br />
ken infiziert, so stirbt sie nach ein paar Wochen an einer Lungenentzündung. Die andere Gruppe erkrankt nicht. Was macht also bei diesen Mäusen den entschei-<br />
denden Unterschied zwischen Überleben und Tod aus?</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Es ist die Interpretation der Erinnerung an den Geruch von Kampfer. Noch einmal: Der entscheidende Unter-<br />
schied liegt in der <em>Interpretation der Erinnerung</em> and den Geruch von Kampfer.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Ist dieses Forschungsergebnis für uns Menschen rele-<br />
vant? Es ist sogar sehr relevant, weil wir uns gleich diesen Mäusen meistens wie Pavlow´sche Hunde ver-<br />
halten, die beim Bimmeln einer Glocke anfangen zu geifern. Wir sind bestimmten Erinnerungen ausgelie-<br />
fert, verknüpfen diese mit gewissen Stimuli und rufen die selben Reaktionen immer und immer wieder hervor. Wir werden die Opfer unserer Erinnerungen, und die Tragödie dabei ist, dass mein Quälgeist von heute mein Überbleibsel von gestern ist.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Wir haben schätzungsweise 60.000 Gedanken täglich. Das ist nicht weiter überraschend; was uns aber ein wenig beunruhigen könnte, ist die Tatsache, dass 95% der Gedanken, die wir heute haben, identisch sind mit denen von gestern.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Wir werden also buchstäblich zu Bündeln konditionier-<br />
ter Reflexe, die ständig auf irgendwelche Leute und Umstände mit voraussehbaren biochemischen Reaktio-<br />
nen und Verhaltensmustern reagieren.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Wenn wir uns dieser Tatsache bewusst werden, dass sich unser Körper täglich so sehr verändert, jährlich so oft erneuert, alle Atome in uns, weshalb leiden wir dann immer noch unter Arthritis, wieso ist der Krebs immer noch da, warum die Arterie immer noch blockiert? Die Antwort auf diese Frage ist, dass die Quantenströme und die intelligenten Muster, die diese physikalischen Antworten generieren, sich nicht ändern. Wenn Sie wirklich Ihren Krebs loswerden wollen, dann müssen Sie den ´Krebsgeist` austreiben. Der Krebs-<br />
geist ist nichts anderes als das <em>Zellgedächtnis</em>, ein Quantenfluss auf zellulärer Ebene. Sie müssen auf diese tiefe Ebene gehen, den ganzen Prozess beobach-<br />
ten und dann die intelligenten Muster umstrukturieren, die uns unsere physische Erscheinung geben. Wenn Sie wissen, wie es geht, dann können Sie nicht nur Krank-<br />
heiten loswerden, sondern Sie können Ihren Körper neu strukturieren (eigentlich tun Sie dies unbewusst ja so-<br />
wieso die ganze Zeit). Stellen wir uns einmal ein Back-<br />
steinhaus vor, und dass wir jeden Backstein einmal jährlich ersetzen können. Da wir nun in der Vorstellung gefangen sind, das Haus in dieser Form sei das Ein-<br />
zige, was wir hervorbringen können, werden wir immer und immer wieder das gleiche Haus erschaffen. So re-<br />
strukturieren wir zum Beispiel durch die immer gleichen Intelligenzmuster die gleichen Muster einer biochemi-<br />
schen Herzerkrankung. In unsrer Kultur stehen Herzer-<br />
krankungen als Todesursache an erster Stelle, und es scheint, zumindest deutete dieses Experiment darauf hin, dass einfache Dinge wie Streicheln, Berühren, Liebkosen, Küssen und Sprechen den entscheidenden Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen kön-<br />
nen. Folgendes Experiment wurde kürzlich von der Universität Miami im <em>Journal of Pediatrics of Florida</em> veröffentlicht. Dabei wurden Neugeborene in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe wurde in Kinder-<br />
bettchen gehalten, die mit Öffnungen versehen waren, durch die ein Forscher das Baby dreimal täglich wäh-<br />
rend jeweils sechs Minuten streicheln konnte. Mann nannte das natürlich nicht streicheln, sondern <em>Kinesthetic-Tactile Petting-Stimulation</em>, was frei übersetzt <em>Streicheleinheiten verabreichen</em> heisst, um ja das Wort ´Liebe` nicht zu verwenden. Jedenfalls nah-<br />
men diejenigen Säuglinge, die dreimal täglich während fünf bis sechs Minuten Streicheleinheiten erhielten, bei gleicher Ernährung täglich 40 – 50% mehr an Gewicht zu als die anderen. Daraus folgerten die Forscher, dass es sich bei der Kinesthetisch-Tactilen-Petting-stimula-<br />
tion um eine kosteneffektive Methode handle, da man damit pro Behandlung dreitausend Dollars sparen kann und die Kinder viel schneller aus der Behandlung ent-<br />
lassen werden können. Es gäbe unzählige weitere ähn-<br />
liche Beispiele. Ich werde es bei diesem bewenden lassen.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Vor nicht allzu langer Zeit, vor ein paar Jahren erst, hat das Gesundheits- und Fürsorgedepartment des Staates Massachusets eine Studie durchgeführt, die sich wieder einmal mit den Risikofaktoren für Herzerkrankungen befasste. Man kann sich natürlich fragen, weshalb eine weitere Studie zu diesem Thema für nötig erachtet wurde. Die Risikofaktoren sind ja längst bekannt: erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes usw. Der Grund dafür war, dass aus Statistiken hervor-<br />
gegangen war, dass die Mehrzahl der Personen, die ihren ersten Herzinfarkt zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Lebensjahr erleiden, keinen dieser Risiko-<br />
faktoren haben. Was ergab nun diese neue Studie? Man fand heraus, dass der Risikofaktor Nummer eins für Herzerkrankungen Unzufriedenheit bei der Arbeit ist; wenn Menschen also ihre Arbeit nicht mögen. Risikofaktor Nummer zwei ist die innere Unzufrieden-<br />
heit. So ging man auf die Strasse und stellte den Leu-<br />
ten zwei Fragen. Erstens: <em>Magst Du Deinen Job?</em> (In Indien würden wir sagen, bist Du im Dharma?) und zweitens: <em>Bist Du glücklich?</em> Und wenn ein Mensch aufrichtig und ehrlich beide mit ´Ja` beantworten kann, ist er vermutlich nicht gefährdet. Eine der erstaunlich-<br />
sten Statistiken dieser Studie sagt aus, dass in der Westlichen Welt an einem bestimmten Wochentag mehr Menschen sterben als an allen anderen Tagen. Können Sie sich vorstellen, an welchem? Jawohl, am Montag. Und um wie viel Uhr? Genau! Am Montag-<br />
morgen zwischen acht und neun Uhr sterben in unserer Zivilisation mehr Menschen an einem Herzinfarkt als zu jedem anderen Zeitpunkt. Das ist erstaunlich, verblüf-<br />
fend, aussergewöhnlich, einzigartig – eine Leistung, die nur die menschliche Spezies vollbringen kann, denn vermutlich kennt kein anderes Tier den Unterschied zwischen Montag und Dienstag. Und was macht den Unterschied? Eine Idee, ein Begriff, eine Interpretation! Ich hoffe, es ist für alle ersichtlich, dass der Körper aus Ideen besteht und auch das Universum ein Ideenfeld oder Ideenpool ist. Die Frage ist nun: Wer hat diese Ideen? WER oder WAS hat diese Ideen? Wo ist dieses EINE, das diese Ideen hat? Wenn Sie es im Hirn, im Körper suchen würden, wo würden Sie es finden?</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Walter Pennfield ist ein kanadischer Wissenschaftler, Neurologe und Nobelpreisträger. Er entfernte operativ Gehirntumore und andere Dinge, und wenn er das Gehirn geöffnet hatte, machte er eine kleine Untersu-<br />
chung, indem er bestimmte Bereiche des Gehirns elek-<br />
trisch stimulierte um herauszufinden, wo sich der Kon-<br />
trollpunkt im Hirn befindet. In einem seiner berühmte-<br />
sten Experimente stimulierte er einen bestimmten Bereich des motorischen Cortex, als sich der Arm des Patienten plötzlich nach oben zu bewegen begann. Er sagte zum Patienten: ´Was ist los?` und der Patient antwortete: ´Mein Arm bewegt sich`. Er fragte den Patienten: ´Bewegen <em>Sie</em> ihren Arm?` und der Patient antwortete: ´Nein, er bewegt sich`. Da sagte er: ´OK, bewegen Sie jetzt Ihren Arm in die andere Richtung` und der Patient bewegte seinen Arm sofort in die an-<br />
dere Richtung. Ganz gleich, was Walter Pennfield auch unternahm, um den <em>Befehlshaber</em> zu lokalisieren, es gelang ihm nicht. Den Ort, wo der Befehl <em>ausgeführt</em> wird, zu finden, ist einfach, das geschieht im motori-<br />
schen Cortex. Jedoch jenen Ort, der den <em>Befehl gibt</em>, im Hirn zu finden, ist unmöglich. Man kann die Stelle loka-<br />
lisieren, wo der Befehl ausgeführt wird, aber der Befehlsgeber kann nicht gefunden werden; er ist nicht lokalisierbar. <em>Er ist zur gleichen Zeit überall und nirgendwo. Er ist der Denker hinter dem Gedanken. Er ist das Selbst, das mit sich selbst interagiert und Ideen generiert</em>. Aber dieses Selbst befindet sich weder im Körper noch im Hirn. Es ist nämlich gleichzeitig überall im Körper, überall im Hirn und gleichzeitig nir-<br />
gendwo. Es ist gleichzeitig überall und nirgendwo – alles zur selben Zeit. Und diese Kraft, die gleichzeitig überall und nirgendwo zur selben Zeit ist, dieses Selbst gehört nicht in den Bereich der Gedanken. Dieses Selbst liegt in der Lücke zwischen unseren Gedanken. Und es ist dieses Selbst, das Raum, Zeit, Materie und Energie kreiert. Wir denken, dass es dort draussen eine ewige Zeit gibt; aber jeder seriöse Wissenschaftler wird bestätigen, dass noch niemand die unabhängige Existenz der Zeit bewiesen hat. Seit 1913 hat nämlich kein respektabler Physiker mehr das Wort ´Zeit` in den Mund genommen. Der Begriff, der gebraucht wird, ist Raum-Zeit-Kontinuum. Zeit, wie wir sie erleben, ist ein weiteres Artefakt unserer Sinneserfahrung. Es ist die Art und Weise, wie wir unsere Sinneserfahrung inter-<br />
pretieren. Wir metabolisieren Zeit genau so, wie wir jede andere Erfahrung umwandeln. Ich gebe dazu ein paar Beispiele:</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Vor ungefähr einem Jahr traf ich auf dem Flug von Boston nach London einen alten Freund. Wir hatten eine gute Zeit zusammen. Die Zeit verging wie im Fluge. Man sagte uns, dass der Flug sechs Stunden dauerte, aber für uns verging die Zeit im Nu. Wir ver-<br />
gassen zu essen, auf die Toilette zu gehen und zu schlafen. Bei unserer Ankunft hatten wir nicht einmal einen Jetlag (Ermüdungserscheinungen vom Flug). All diese fixen biologischen Kreisläufe wie Essen, Schlafen, Wachen, Verdauen und Metabolisieren wurden aufgrund unserer individuellen Wahrnehmung, dass die Zeit wie im Flug verging oder dass wir eine schöne Zeit zusam-<br />
men hatten, umstrukturiert.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Bestimmt kennen auch Sie Leute, die ständig sagen ´Ich habe keine Zeit, mir läuft die Zeit davon`, als ob Zeit eine physische Ware wäre, die sie in der Tasche mitnehmen können und die ihnen ständig davonläuft, weil sie ein Loch in der Tasche haben. Sie schauen auf die selbe Uhr wie Sie und ich, aber ihre Uhren gehen viel schneller. Es gibt so viele Termine&#8230; usw.usw. Wenn man solche Leute untersucht, sieht man, dass ihre biologische Uhr schneller läuft. Ihr Puls geht schneller, sie haben mehr Arrhythmien pro Minute, ihre Blutplättchen sind nervös, ihr Hormonspiegel (Insulin, Adrenalin, Cortison) ist hoch, und manchmal fallen sie plötzlich wegen eines frühzeitigen Herzversagens tot um, und dann ist ihre Zeit abgelaufen, und sie haben keine Zeit mehr. Diese Menschen setzen das innere Erlebnis von ´Ich habe keine Zeit, mir läuft die Zeit davon` in eine physische Tatsache um. Jemand, der scheinbar alle Zeit der Welt hat, ist biologisch kom-<br />
plett anders. Und natürlich kennen Sie den Ausdruck ´Die Schönheit des Berges war atemberaubend – die Zeit stand still`. Der Ausdruck ´Die Schönheit des Berges war atemberaubend` ist höchst interessant. Weshalb? Wenn die Zeit still steht, dann steht der Atem still, und die Gedanken kommen zum Stillstand. Und wenn die Gedanken zum Stillstand kommen und das Bewusstsein absolut still und ruhig wird, dann er-<br />
leben wir Zeitlosigkeit. <em>Die Zeit ist nämlich nichts anderes als die Bewegung von Gedanken.</em> Zeit ist dasselbe wie jede andere Stimmung, Träumerei, Phan-<br />
tasie oder jede andere Bewusstseinsschwankung. Unser Bewusstsein ersinnt Zeit, gibt sie ans Hirn wei-<br />
ter, und wir metabolisieren sie in den Körper, wo sie sich als Altern manifestiert. Vor einigen Jahren las ich einen Bericht über eine Gruppe von ungefähr sieben deutschen Bergwerkarbeitern, die in einer Mine ver-<br />
schüttet wurden. Nur einer von ihnen hatte eine Uhr. Um seine Kameraden nicht allzu sehr zu beunruhigen, teilte er ihnen alle zwei Stunden mit, eine Stunde sei vergangen. Nach einer Woche wurden sie gerettet, alle lebend, bis auf denjenigen mit der Uhr. Er war zwar in der Lage gewesen, das kollektive subjektive Zeitem-<br />
pfinden zu ändern, sich selbst konnte er jedoch nicht täuschen. Er hatte ganze Zeit nur die Uhr im Kopf. Sie sehen – Zeit ist bloss ein Konzept und nicht die Reali-<br />
tät. Im Vorwort des Bestsellers <em>Eine kurze Geschichte der Zeit</em> von Stephen Hawking macht Karl Seger die folgende Aussage: <em>Stephen Hawking hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Geist Gottes zu verstehen und ist zum Schluss gekommen, dass wir in einem Univer-<br />
sum ohne Anfang, ohne Ende, ohne Zeitbegrenzung und ohne räumliche Begrenzung leben</em>.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Wenn Sie versuchen, das zu begreifen, sich das vorzu-<br />
stellen, werden Sie merken, dass es unmöglich ist, weil man etwas, was nie begonnen hat, weder begreifen noch visualisieren kann. Nehmen wir einmal an, dass ein Anfang existiert, und sofort taucht die Frage auf, was denn vor dem Anfang war. Wenn wir annehmen, dass es ein Ende gibt, müssen wir uns fragen, was denn nach dem Ende sein wird. Wir können auch davon ausgehen, dass das Universum irgendwo aufhört, dann müssen wir uns sofort die Frage stellen, was nach die-<br />
ser Grenze kommt. Quantenphysik ist nicht nur sonder-<br />
barer als wir denken, sie ist sonderbarer, als wir den-<br />
ken können! Unsere linguistisch strukturierte, soge-<br />
nannte rationale und logische Denkweise ist ein Denk-<br />
system, das auf der sensorischen Wahrnehmung des Universums beruht. Und diese sensorische Wahrneh-<br />
mung ist inkorrekt. In den Klauen dieser Art von Ratio-<br />
nalität gefangen zu sein, ist das schlimmste Schicksal, das einem menschlichen Wesen widerfahren kann. Was Stephen Hawking beschreibt, ist die Natur des Seins. Sein kennt keinen zeitlichen Anfang und kein zeitliches Ende, es ist nirgendwo und überall. Es drückt sich durch unseren Geist, unseren Körper und unsere Erfahrungen im Leben aus, aber man kann es mit den Sinnen nicht berühren. Man kann es jenseits der Gedanken erha-<br />
schen. Es gehört aber nicht zur Welt der Gedanken, sonder ist in der <em>Lücke</em> zwischen unseren Gedanken, der Stille zwischen unseren Gedanken.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Es gibt zu diesem Thema einen wunderbaren Ausspruch von Rumi, dem grossen Mystiker aus dem Mittleren Osten. Er sagt:<em> Jenseits der Idee von Gut und Böse liegt eine Wirklichkeit – dort werde ich Dich treffen. </em>Rumi spricht also buchstäblich von diesem EINEN Feld jenseits der Gedanken. Es befindet sich in der Lücke zwischen unseren Gedanken, und manche Menschen gelangen zum Beispiel während der Meditation dorthin. Es gibt auch andere Methoden, bei denen eine einfache Verschiebung der Aufmerksamkeit ein Erleben der Einheit von Beobachter und Beobachtetem ermöglicht. Wenn wir nämlich diese Einheit zwischen Beobachter und Beobachtetem und den Prozess des Beobachtens erfahren, erleben wir, dass sie in Wirklichkeit ein ein-<br />
ziges ist. Normalerweise ist das unmöglich, weil unsere Wahrnehmung durch Erinnerungen, Interpretationen, Klassifizierungen, Beschreibungen, Definitionen, Ana-<br />
lysen, Evaluationen und Werturteile getrübt ist. Wir können nicht durch ´Neugeborenenaugen` sehen. In den Shiva-sutras, einer der ältesten Schriften der Welt, finden wir den Ausspruch: Schau die Welt mit frischen Augen an, schau einen gewöhnlichen Gegenstand an, als ob Du ihn zum ersten Mal sehen würdest.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Wenn wir ein Objekt wie zum ersten Mal anschauen würden, so könnten wir sehen, dass eigentlich der Beobachter beobachtet wird, dass der, der schaut, eigentlich der ist, welcher angeschaut wird. Manchmal machen Leute diese Erfahrung sogar zufällig.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Vor einigen Jahren hatte ich einen Patienten, der auf einem Nachbarhaus die Antenne reparierte. Dabei hob er ein Stück Kabel auf, das er für nicht geladen hielt, durch das aber 12000 Volt flossen. Er starb auf der Stelle. Und wie stirbt man, wenn 12000 Volt durch das Herz fliessen? Ein Phänomen, genannt ´ventrikuläre Fibrillation`, wird ausgelöst. Das Herz fibrilliert. Er fiel also vom Dach; aber wie es das Schicksal wollte, fiel er auf seine Brust, genau in dem Winkel, genau auf die Stelle, genau mit der Wucht, die es brauchte, um sein Herz zu defibrillieren. Eine ganz aussergewöhnliche Geschichte, so als ob Gott ihn gerufen und dann plötz-<br />
lich seine Meinung geändert hätte. Das Ganze dauerte nur ein paar Sekunden. Der Mann wurde vom Unfallort ins Spital transportiert, und er sagte: `Mein Geist ging immer wieder zu dieser Lücke zurück.` Er nennt diesen kleinen Vorfall, dieses kleine Zeitintervall, die <em>Lücke</em>. Wir fragten: ´Was war in dieser Lücke?` und er ant-<br />
wortete: ´Dort war reine, grenzenlose Freude. Es war reine Glückseligkeit.` Wir sagten: ´Sie waren es sich bewusst?` Er sagte: ´Oh ja, ja, ich war es mir be-<br />
wusst.` Wir fragten: ´Wessen waren Sie sich be-<br />
wusst?` Er sagte: ´Ich war mir bewusst, dass ich be-<br />
wusst war.` Wir fragten: ´Können Sie das etwas spezi-<br />
fischer erklären?` Er antwortete: <em>Ja, es war reines Gewahrsein. Das einzige, was ich sagen konnte, war: ICH BIN. Ich bin nicht dies, ich bin nicht jenes, ein-<br />
fach ICH BIN. Es war die Erfahrung meiner eigenen Unsterblichkeit, die Erfahrung von Ewigkeit. Es war die Erfahrung von Glückseligkeit, von reiner Freude. Ich ging dermassen darin auf, dass ich realisierte, dass alles andere nur ein Konzept ist. Und ich wurde ein für alle Mal, total und gänzlich dieses Ding los, das die Menschen Angst nennen.</em></span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Das erstaunliche an der Geschichte des Mannes war, dass der Oberschenkel dort, wo der elektrische Strom aus seinem Bein ausgetreten war, total verbrannt war. Sein Oberschenkelknochen lag frei, alles was man sehen konnte, waren zerfetzte Blutgefässe und Kno-<br />
chen. Im Spital dachte man, dass nicht nur sein Körper, sondern auch sein Hirn durchgebrannt sei. Er weigerte sich nämlich, sein Bein amputieren lassen, was die einzig angemessene Massnahme bei dieser Art von Verletzung gewesen wäre. Aber er sagte, dass er jetzt jederzeit in die Lücke gehen könne und zwar durch einen einfachen Dreh der Aufmerksamkeit. Er würde seine Aufmerksamkeit auf die Lücke richten und in sie hineingleiten. Dort würde er wieder diese reine Freude erleben und von dort aus seine Aufmerksamkeit auf das Bein richten, wo er anstatt des grauenhaften Schmer-<br />
zes ein angenehmes Kitzeln wahrnähme. Und so ist ihm im Laufe zweier Jahre ein neues Bein gewachsen. Weshalb? Weil er an den selben Ort ging, von dem aus die Natur alles kreiert. Dieser EINE Ort ist in der Lücke zwischen unseren Gedanken. Es ist der nichtlokalisierte Geist, aus dem die Natur alles gebiert. Die Natur geht zu diesem Ort, um eine Galaxie, einen Regenwald oder einen neuen Gedanken zu kreieren.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Mit diesem Wissen können wir jetzt die eigentliche Frage stellen: Wer sind wir? Sind wir lediglich ein Ego, eingesperrt in einen Beutel aus Haut und Knochen, oder ist da noch etwas Beständigeres und Umfassen-<br />
deres? Der Rishi, der Seher, sagt: Durch das Artefakt der sensorischen Interpretation habt Ihr Euch selber begrenzt, Euch buchstäblich auf Euren Körper be-<br />
schränkt. Ihr habt Euch auf das Volumen eines Körpers und die Zeitspanne eines Lebens begrenzt und Euch Beschränkungen auferlegt, die völlig konzeptuell sind. Ihr habt Probleme kreiert wie Geburt und Tod, Freude und Schmerz, Richtig und Falsch etc. Will man diese Beschränkungen hinter sich lassen, muss man sich er-<br />
fahren, wie man wirklich ist. Und dann realisiert man, dass man nicht im Geist ist, sondern der Geist in uns ist. Dass wir nicht im Körper sind, sondern der Körper in uns ist. Dass wir nicht in dieser Welt sind, son-<br />
dern die Welt in uns ist. Körper, Geist und Welt pas-<br />
sieren uns, weil wir uns zufälligerweise dafür inter-<br />
essieren.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Ein Schüler fragte einmal seinen Meister: ´Leben wir in der gleichen Welt? Du scheinst in einer ganz anderen Welt zu leben.` Der Meister antwortete:<em>Ja, wir leben in der genau gleichen Welt. Der einzige Unterschied ist, dass Du Dich in der Welt siehst und ich die ganze Welt in mir sehe.</em></span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Diesen Teil in uns zufinden, bedeutet, das Feld selber zu finden. Und das Feld ist reine Potentialität. Das Feld ist kein Kontinuum oder ein Modell von Raum-Zeit-<br />
Ereignissen; das Feld ist reine Potentialität. Es ist das Kontinuum aller möglichen Energie- und Informations-<br />
stadien, die sich später als Raum-Zeit-Ereignisse mani-<br />
festieren. Und dieses Feld, ich möchte das noch einmal betonen, ist in <em>der Lücke zwischen unseren Gedanken. Es ist in der Lücke der Stille, die nicht lokalisierbar ist</em>.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Wenn ich mit Euch spreche, befindet sich zwischen jedem Wort und jedem Gedanken eine Lücke. Ich könnte zum Beispiel sagen: ´Ich werde jetzt diesen Raum verlassen.` Oder ich könnte sagen: ´Ich werde meine Schuhe ausziehen.` Oder: ´Ich werde Wasser trinken.` Zwischen dem ´werde` und dem nächsten Wort gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Unendliche Möglichkeiten zwischen jedem einzelnen Wort. Stellen Sie sich vor: unbeschränkte Möglichkeiten! Aus diesem Grund ist es ein nicht lokales Feld reiner Potentialität. Das Feld aller Möglichkeiten, das Kontinuum aller mög-<br />
lichen Raum-Zeit-Ereignisse.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Hier noch ein weiteres Beispiel dafür, was der Zugang zu dieser Lücke bewirken kann. Die Geschichte ist einem meiner Freunde, einem englischen Anthropolo-<br />
gen, zugestossen. Er arbeitete an einem Buch über Wale und war auf der Suche nach einer bestimmten Walart auf die Indonesischen Inseln gereist, um sie dort zu fotografieren. Nach drei oder vier Wochen erfolgloser Suche erzählte er einmal einem Dorfälte-<br />
sten, was er suchte. Der Dorfälteste sagte: ´Kein Problem, wir haben hier ein zwölfjähriges Mädchen, das dir den Wal beschaffen kann.`</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Am nächsten Tag setzte er sich also mit dem Mädchen an den Strand, und es schloss seine Augen. Nach etwa zwanzig Minuten sah der Anthropologe mit Herzklopfen den Wal seiner Wahl am Horizont auftauchen. Und dann, so erzählte er mir, raste sein Herz, denn der Wal kam näher und näher und strandete schliesslich zu Füssen des Mädchens. Sie mussten die Dorfbewohner holen, um den Wal wieder ins Meer zurückzubefördern. Mein Freund suchte das Mädchen und fragte es: ´Was hast Du gemacht? Wie hast Du das gemacht?` Es ant-<br />
wortete: <em>Oh, es war wirklich ganz einfach. Ich ging an den Ort, wo wir alle die gleiche Sprache sprechen und bat den Wal zu kommen</em>.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Was ist das für ein Ort, an dem wir alle die selbe Sprache sprechen? Es ist der Raum der Stille; unaus-<br />
sprechlich, erhaben, noch viel abstrakter; aber in Wirk-<br />
lichkeit sind wir dieses unaussprechliche, erhabene, fühlende Wesen. Und die sogenannte ´materielle Realität` ist nur ein kleines Fragment dieses gewalti-<br />
gen, erhabenen, unaussprechlichen, abstrakten, fühlenden Wesens.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Die Geschichte des Anthropologen geht noch weiter: Am nächsten Tag ging er mit dem Mädchen fischen. Sie nahmen ein Boot, fuhren hinaus, und alle paar Minuten steckte das Mädchen den Kopf ins Wasser und sagte: ´Fahren wir zehn Meilen in diese Richtung` oder ´fahren wir dorthin`, und so fanden sie alle Fische, die sie suchten. Letztendlich konnte mein Freund nicht anders, er musste es ebenfalls probieren. Er steckte also seinen Kopf ins Wasser, bis er fast erstickte, tauchte wieder auf und sagte: ´Ich habe nichts gehört.` Und das Mädchen, dieses kleine, zwölf Jahre alte Mädchen erwiderte: <em>Eben das ist der Trick, die Stille zu hören.</em> In der Stille ist der Raum aller Möglichkeiten. </span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Ich möchte meinen Vortrag an dieser Stelle mit einem kleinen Zitat von Kafka schliessen. Kafka war ja im allgemeinen ein sehr deprimierender Schriftsteller, aber einmal brachte er eine brillante Beschreibung des Weges zur Erleuchtung zu Papier:</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><em><span style="color: #000066;">Du brauchst Dein Zimmer nicht zu verlassen, bleib einfach an Deinem Tisch sitzen und horche.<br />
Du brauchst nicht einmal zu horchen, warte einfach.<br />
Du brauchst nicht einmal zu warten, werde einfach still – und die Welt wird sich Dir offenbaren; sie hat gar keine andere Wahl.</span></em></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;"> </span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Besten Dank!</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;"> </span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"> </span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Anmerkung der Übersetzer:</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">1.Das obige Zitat von Kafka ist den Übersetzern in der Originalfassung nicht bekannt. Da es aus dem Deut-<br />
schen ins Englische und dann sinngemäss wieder zurück ins Deutsche übersetzt wurde, entspricht es möglicherweise dem Originaltext nicht mehr.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">2. Was im wissenschaftlichen Jargon Quantensuppe, nicht-lokalisierbares Feld von Energie und Information, Leerer Raum unendlicher Möglichkeiten usw. genannt wird, entspricht dem altehrwürdigen Begriff GOTT. Mystiker, Seher und Meditierende aller Zeiten und aller Religionen haben diesen Gott auf ihre Weise ´gesehen`, erfahren oder sind mit ihm eins geworden. Sie mögen dieses EINE, namenlose, Unaussprechliche Brahman, Sat-Chit-Ananda, Tao, Nirvana, Satori, Shunyata, Erleuchtung, Heiliger Geist, Christusbe-<br />
wusstsein, Allah oder sonst wie nennen; immer ist damit Gott, der Schoss der Schöpfung, gemeint.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;"> </span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #000066;">Aus dem Englischen vom Raum der Stille – Team, <a href="http://www.uroboros.ch/" class="previewlink" target="_blank">www.uroboros.ch</a> .</span></span></p>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Wie modern sind die Männer?</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 07:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlev</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[folgende ernüchternde Studie erreichte mich gestern:
Wie modern sind die Männer?
Die beiden großen Kirchen und das Familienministerium haben eine Studie
vorgestellt, die untersucht, wie Männer Beziehung und Vaterschaft
praktizieren. Wie modern sind die Männer?
Von Claudia Keller
Der deutsche Mann ist traditioneller als gedacht – trotz der vielfach
beschworenen „neuen Väter“. Während die Frauen in den vergangenen zehn
Jahren einen großen Emanzipationssprung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>folgende ernüchternde Studie erreichte mich gestern:</p>
<p><strong>Wie modern sind die Männer?</strong></p>
<p>Die beiden großen Kirchen und das Familienministerium haben eine Studie<br />
vorgestellt, die untersucht, wie Männer Beziehung und Vaterschaft<br />
praktizieren. Wie modern sind die Männer?<span id="more-599"></span></p>
<p>Von Claudia Keller</p>
<p>Der deutsche Mann ist traditioneller als gedacht – trotz der vielfach<br />
beschworenen „neuen Väter“. Während die Frauen in den vergangenen zehn<br />
Jahren einen großen Emanzipationssprung gemacht haben, hinken die Männer<br />
in der Modernisierung ihrer Rolle hinterher. 32 Prozent moderner Frauen<br />
stehen nur 19 Prozent moderner Männer gegenüber. Bei den ganz Jungen<br />
beträgt das Verhältnis sogar 41 Prozent zu 13 Prozent. Die Aussichten<br />
auf dem Heiratsmarkt sind also alles andere als gut. Wer als Frau von<br />
Männern ein hohes Maß an Beteiligung fordert, hat nur geringe Chancen.<br />
Gleichzeitig wird die Zahl der unfreiwillig einsamen Männer wachsen. Das<br />
ist das Ergebnis einer breit angelegten Männer-Studie, die die<br />
katholische und die evangelische Kirche durchgeführt haben, finanziert<br />
vom Bundesfamilienministerium. Autoren der Studie sind die Düsseldorfer<br />
Sozialwissenschaftler Rainer Volz und der Wiener Pastoraltheologe und<br />
Soziologe Paul Michael Zulehner.</p>
<p>Die Untersuchung wurde am Mittwoch in Berlin vorgestellt. Sie ist eine<br />
Folgestudie einer Untersuchung von 1998. Es wurden 1470 Männer und 970<br />
Frauen aller Altersgruppen nach ihren Einstellungen und ihrem Verhalten<br />
in den Bereichen Arbeit, Freizeit, Familie und Religion befragt. Welche<br />
Wünsche und Ziele haben die Männer und Frauen? Welche Bilder von<br />
Männlichkeit und Weiblichkeit stecken in ihren Köpfen, und wie haben sie<br />
sich in den vergangenen zehn Jahren verändert?</p>
<p>Viele Männer sehen sich weiter in der Ernährerrolle</p>
<p>Die Studie unterscheidet zwischen vier Typen, von den<br />
„(teil)traditionellen“ über die „balancierenden“ und „suchenden“ bis zu<br />
den „modernen“ Männern und Frauen. Fast ein Drittel der deutschen Männer<br />
denkt traditionell beziehungsweise teiltraditionell. Das heißt, sie<br />
sehen sich in der Ernährerrolle und den Sinn im Leben in der Arbeit,<br />
ihre Frauen sollen für den Haushalt und die Kinder da sein. Daran hat<br />
sich in den vergangenen zehn Jahren lediglich verändert, dass nun mehr<br />
traditionelle Männer akzeptieren, dass Frauen „dazuverdienen“. Aber nur,<br />
weil ein Einkommen alleine oft nicht ausreicht. Die Bereitschaft, im<br />
Haushalt mitzuhelfen, ist dadurch nicht gewachsen. Immerhin gehen diese<br />
Männer nicht mehr so stark wie vor zehn Jahren davon aus, dass sich die<br />
Berufstätigkeit der Frauen negativ auf das Kind und die Partnerschaft<br />
auswirkt.</p>
<p>Die meisten Männer in Deutschland ordnen sich irgendwo zwischen<br />
traditionell und modern ein, die meisten sind auf der Suche. Jeder<br />
vierte Mann zählt sich zu den modernen Männern. Sie sind zumindest<br />
theoretisch dafür, dass sich Mann und Frau gleich viel um Haushalt und<br />
Kindererziehung kümmern und finden es wichtig, dass sich auch die Frauen<br />
im Beruf verwirklichen. „Es ist wichtig, dass sich dieser Prozess<br />
fortsetzt“, sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) am<br />
Mittwoch. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauche eine<br />
Familie zwei Einkommen.</p>
<p>Familie ganz oben</p>
<p>Die Familie steht für den modernen Mann ganz oben auf der<br />
Prioritätenskala. Er wünscht sich, viel Zeit mit seinen Kindern zu<br />
verbringen und möchte mehr mit Freunden unternehmen. Dieser Wunsch<br />
spiegele sich darin, dass 2007 103 000 Väter Elterngeld beantragt haben,<br />
sagte Familienministerin Leyen. Die meisten Väter sind allerdings<br />
lediglich zwei Monate zu Hause geblieben.</p>
<p>Denn gleichzeitig suchen wieder viel mehr moderne Männer als noch vor<br />
zehn Jahren ihren Lebenssinn in der Arbeit. Während 1998 fast alle<br />
modernen Männer den Satz ablehnten: „Der Mann erfährt in der Arbeit<br />
seinen Sinn“, stimmt heute die Hälfte der modernen Männer dieser Aussage<br />
zu. Auch sind wieder mehr der Meinung, dass der Sinn des Lebens im<br />
beruflichen Aufstieg liege und dass versage, wer den Aufstieg nicht<br />
schaffe. In den meisten Unternehmen werde nach wie vor die<br />
Vollzeitarbeit unhinterfragt zur Norm erhoben, berichten viele Männer.<br />
Nur wer sich über die vertraglich vereinbarte Zeit hinaus verfügbar und<br />
belastbar zeige, gelte als engagiert. Wer in Teilzeit arbeite, verliere<br />
dagegen sein Ansehen und gefährde seine Existenz.</p>
<p>Fast alle glauben an die Traumfrau</p>
<p>Wenn der moderne Mann nicht arbeitet, sucht er nach der romantischen<br />
Liebe und der Traumfrau. 92 Prozent glauben, dass es diese ideale Frau<br />
für sie gibt, 1998 waren es nur 61 Prozent. Vertrauen, Liebe, Treue sind<br />
wichtiger geworden als „Durchhaltequalitäten“ wie Verlässlichkeit,<br />
Rücksichtnahme oder Kompromissbereitschaft. Für Ursula von der Leyen ist<br />
das ein positives Ergebnis. Es zeige, dass die Ehe heute auf Liebe<br />
aufbaue und nicht auf dem Bedürfnis, versorgt zu sein. Durch die<br />
„Überromantisierung“ seien die Beziehungen aber auch viel zerbrechlicher<br />
geworden, entgegnete der Soziologe Paul Zulehner.</p>
<p>Der moderne Mann wünscht sich eine romantische Beziehung, den Aufstieg<br />
im Beruf und viel Freizeit. Dies in Einklang zu bringen, schaffen nur<br />
wenige. Auch das ist ein Ergebnis der Studie: Der moderne Mann ist<br />
überfordert und zerrissen zwischen seinen Bedürfnissen. Vielleicht ist<br />
die Überforderung der Grund für den starken Anstieg von Gewaltakzeptanz<br />
in den traditionellen Männermilieus. 64 Prozent der traditionellen<br />
Männer sind etwa der Ansicht, dass man Kinder manchmal schlagen müsse,<br />
damit sie zur Vernunft kommen, und dass eine Frau selbst schuld sei,<br />
wenn sie vergewaltigt werde, weil sie den Mann vermutlich provoziert<br />
habe. Auch nimmt bei den unter 19-Jährigen der Studie zufolge die<br />
Neigung zu Gewalt und vor allem zu autoritären Strukturen zu. Gerade in<br />
Hinblick auf den Amoklauf von Winnenden sei das ein erschreckendes<br />
Ergebnis, sagte Bischof Wolfgang Huber, der Ratsvorsitzende der<br />
Evangelischen Kirche in Deutschland.</p>
<p>(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 19.03.2009)</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Maenner-Studie;art304,2754573" class="previewlink" target="_blank">http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Maenner-Studie;art304,2754573</a></p>
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		<title>Wohnen der Zukunft</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 10:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlev</dc:creator>
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